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Wirtschaftsförderung

Kommunale Wirtschaftsförderung

Oberstes Ziel der Kommunalen Wirtschaftsförderung in Deutschland ist die Stärkung der Wirtschaftskraft und die Schaffung neuer Arbeitsplätze auf kommunaler Ebene. Aufgrund der beschäftigungspolitischen, steuerlichen, infrastrukturellen und imagerelevanten Effekte gilt sie als ein zentrales Element für Wachstum, Lebensqualität und Wohlstand in Städten, Gemeinden und Regionen. Die Einrichtung einer kommunalen Wirtschaftsförderung wird als freiwillige Aufgabe der kommunalen Selbstverwaltung in eigener Verantwortung wahrgenommen und in eigener Form gestaltet.

Wichtigste Aufgabenschwerpunkte sind die umfassende Bestandsentwicklung, die Akquisition neuer Firmen und die Förderung von Existenzgründungen. Je nach Größe der Stadt bzw. Gemeinde, Standortgegebenheiten oder spezifischen Zielsetzungen beziehungsweise Handlungserfordernissen finden sich in der Praxis jedoch unterschiedlichste Schwerpunktsetzungen und konkrete Aufgabenstellungen. Während die Bestandsentwicklung beziehungsweise -pflege auf die Schaffung optimaler Rahmenbedingungen für unternehmerisch erfolgreiches Handeln vor Ort ausgerichtet ist, um Firmen und Arbeitsplätze zu binden, sollen im Rahmen von Akquisition durch gezielte Ansprache gesamte Betriebe oder Teile davon zur Ansiedlung in der Kommune bewogen werden. Oberste Priorität bei den zu bearbeitenden Themenfeldern der kommunalen Wirtschaftsförderung haben in der Regel die Vermittlung und Entwicklung von Gewerbe- und Industrieflächen sowie das Standortmarketing nach innen und außen. Angesichts der begrenzten Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften gewinnt das Thema Fachkräftebedarf als zukünftiges Handlungsfeld an Bedeutung. Die Kommunale Wirtschaftsförderung ist den persuasiven Instrumenten der Regionalentwicklung zuzuordnen.

Aktionsfelder und Schwerpunkte

Standortentscheidungen von Unternehmen hängen zu einem entscheidenden Teil von der Qualität der lokalen und regionalen Bedingungen ab. Somit kommt Wirtschaftsförderung als kommunalpolitischem Steuerungselement die verwaltungsübergreifende Querschnittsaufgabe zu, den lokalen und regionalen Rahmen für erfolgreiches wirtschaftliches Handeln mitzugestalten. Im Idealfall gelingt es, durch die kontinuierliche Weiterentwicklung von Strategien, Projekten und Leistungen den Standort für Unternehmen nachhaltig zukunftsfähig zu machen. Kommunale Wirtschaftsförderung fungiert als Dienstleister, Moderator, Koordinator, Krisenmanager, Lotse und Projektinitiator auf zahlreichen Gebieten. Der Fokus liegt auf der Bestandsentwicklung beziehungsweise -pflege, also auf der Begleitung ortsansässiger Unternehmen durch bedarfsgerechte Dienstleistungen und Services. Diese sind unter anderem auf die richtigen Rahmenbedingungen in Form von ausreichenden Ansiedlungs- und Entwicklungsflächen, auf die Schaffung eines attraktiven Umfelds durch sogenannte „weiche Standortfaktoren“ und auf die Begleitung bei Behörden-Angelegenheiten ausgelegt.

Zu den wichtigsten Themenfeldern der kommunalen Wirtschaftsförderung gehören die Vermittlung und Entwicklung von Gewerbe- und Industrieflächen, die Einzelhandelsentwicklung, die Gründungsförderung und das Standortmarketing. Neben diesen konventionellen Aufgaben sieht sich die Wirtschaftsförderung mit einer Vielzahl weiterer Herausforderungen konfrontiert, deren Bewältigung für jeden Wirtschaftsstandort von großer Bedeutung ist. Es handelt sich beispielsweise um die Bereiche Arbeitsmarktpolitik und Fachkräftegewinnung, Bildung und Qualifizierung, Innovations- und Technologieforderung, Cluster und Netzwerke und um das Regionalmanagement. Sie werden überwiegend nur auf regionaler Ebene und in Einzelfällen auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte federführend wahrgenommen. Sinnvoll ist, dass sich Wirtschaftsförderungen aller Ebenen zu diesen Themen verständigen und Zusammenwirken.

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